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28.10.2016, 14:14 Uhr | Marcelo Peerenboom, Rhein-Zeitung
CDU-Bundestagskandidat: 100 Delegierte stärken Rüddel den Rücken
Ausgestattet mit dem positiven Votum von exakt 100 Delegierten und einem Paar Laufschuhe für den bevorstehenden Wahlkampf-Marathon kann Erwin Rüddel nun loslegen: Der 60-jährige Windhagener ist am Freitagabend von den Vertretern der beiden CDU-Kreisverbände Neuwied und Altenkirchen erneut zum Bundestagskandidaten aufgestellt worden. Rüddel hatte in der gut besuchten Versammlung im Horhausener Kaplan-Dasbach-Haus keinen Gegenkandidaten und erhielt gerade einmal drei Gegenstimmen.
Simon Solbach (3. von rechts), der Neuwieder Kreisvorsitzende der Jungen Union, händigte Erwin Rüddel (2. von rechts) nach seiner Wahl zum Bundestagskandidaten ein Paket mit Laufschuhen aus. Das markiert den Start der Kampagne \"ERwin 3.0\", wie Solbach e
Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. - "Ich habe Lust, diese Herausforderung noch einmal anzunehmen", erklärte der Politiker, der seit 2009 dem Bundestag angehört und aktuell der einzige Abgeordnete aus dem Wahlkreis ist, nachdem Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) ihr Mandat zugunsten des Ministeramts im Landeskabinett von Malu Dreyer abgegeben hatte. Rüddel warb mit einer Leistungsbilanz für seine erneute Kandidatur und zählte zahlreiche Projekte in den beiden Landkreisen auf, für die der Bund in der zu Ende gehenden Legislaturperiode Mittel bereitgestellt hatte.

So erwähnte er den neuen Bundesverkehrswegeplan, in den sämtliche Straßenbauprojekte aufgenommen wurden, die aus dem Wahlkreis beantragt wurden. Nicht weniger als neun Ortsumgehungen in den beiden Landkreisen sind im Plan enthalten. Auch den Breitbandausbau nannte der Abgeordnete: 15,7 Millionen Euro an Bundesmitteln fließen in die Kreise Neuwied und Altenkirchen. Damit nicht genug: Geld gab der Bund für die Stadtkernsanierung in Altenkirchen, für Projekte der "Sozialen Stadt" Neuwied, für die Sanierung der Burgruine Ehrenstein, für die diversen Mehrgenerationenhäuser und die Dachsanierung am Schloss Arenfels.

Eingehend widmete sich Erwin Rüddel dem Thema Bahnlärm im Rheintal und auf der Siegstrecke. "Hier steht Minister Dobrindt an unserer Seite, wenn es darum geht, den Bahnlärm bis 2020 definitiv um die Hälfte zu reduzieren", sagte der Politiker. Er erneuerte seine Forderung, eine Alternative zur Trasse im Rheintal zu finden. Beim Thema Rheintal ging Rüddel auch auf die Bestrebungen ein, die Bundesgartenschau 2031 ins Mittelrheintal zu holen. Seine Position ist dabei klar: "Wir fordern, eine Bundesgartenschau im gesamten Mittelrheintal von Bingen bis Rolandseck ergebnisoffen zu prüfen."

Neben Erfolgen in seinem Wahlkreis ging der Parlamentarier auch auf seine Partei allgemein ein. Seine Sorge: "Wir müssen verhindern, dass sich immer mehr konservative Wähler in der Union heimatlos fühlen und sich von uns abwenden." Er wolle auf Dauer keine Partei rechts der Union und warb dafür, dass die konservativen Wurzeln der Partei weiterhin einen Platz in der CDU haben müssen. Einen Seitenhieb konnte er sich auf Peter Tauber nicht verkneifen: "Wir brauchen in Berlin einen Generalsekretär, der lupenreine CDU-Positionen vertritt und auch Klartext redet."

Darüber hinaus widmete sich der 60-Jährige weiteren Themen und trat etwa für eine konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber ein und sprach sich gegen eine Vollverschleierung muslimischer Frauen aus.

Abschließend versprach Erwin Rüddel: "Ich werde auch in Zukunft jederzeit und überall präsent und ansprechbar sein. Und ich werde mit Haut und Haar ein Vollzeit-Abgeordneter sein und meine Berufs- und Lebenserfahrung einbringen - denn ich muss ja nicht noch nebenher studieren." Diese Bemerkung galt dem jungen SPD-Bewerber Martin Diedenhofen aus Erpel, der derzeit studiert und erklärt hat, er wolle sein Studium parallel zu einer Arbeit im Bundestag abschließen. Insgesamt kam Rüddel mit seiner Rede bei den Delegierten sehr gut an: Sie spendeten reichlich Beifall und erhoben sich von den Stühlen.

Der Altenkirchener Kreisvorsitzende Josef Rosenbauer schwor die Christdemokraten auf die Bundestagswahl ein: "Das nächste Jahr wird schwierig. Wir müssen erreichen, dass wir den Wahlkreis halten", gab er als Ziel aus: Und man müsse zusehen, dass die CDU eine Volkspartei bleibe.


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